Freitag, 10. Februar 2017

In der Lebensmitte -2-

Was mir auch noch wichtig war, um in der Lebensmitte weiter zu kommen. Schließt mit der Vergangenheit Frieden.
Negative schlimme Dinge rauben einem die Gedanken und die Kraft um Vorwärts blicken zu können.
Ich habe viele böse Worte viele körperliche und seelische Angriffe in meiner Kind und Jugendzeit ertragen müssen, aber wenn ich den Menschen über den Weg laufe, merke ich immer mehr dass ich Ruhiger werde.
Vor kurzem kam aber dann doch eine Situation mit einer Person die ich getroffen hatte . Sie hat mir dann einen Satz an den Kopf geknallt wie früher. Wie versteinert stand ich da. Sprachlos- wie die kleine Magda von früher. Hab reagiert wie früher, bin  in mein Elternhaus mit meinem Sohn im Kinderwagen und hab dort nur geweint. Habe ihm dann das Fläschchen gegeben und da kam sie...die große Dankbarkeit. Was für tolle Kinder habe ich ! Wie gut geht's mir doch. Ich bin dann zu meinem kleinen Bruder, hab meinen Frust ihm erzählt und schon ging es mir besser und ich konnte die weitere Feier genießen.
Manchmal geht's, manchmal kommt das alte Muster wieder hoch, aber das darf sein !
Vor kurzem wurde mir wieder eine alte Situation in mein Gedächtnis gerufen, einfach so .
Ich komme aus einem streng Pietistischen Elternhaus und musste immer Röcke anziehen . Hosen gab es für Mädchen nicht.
Ich war in der 6. Klasse und eine Klassenkameradin hat mir in der großen Pause vor sehr vielen Schülern einfach den Rock runter gezogen. Das Gelächter war groß ! Ich war am Ende !
Seit diesem Tag hat meine Mutter mir erlaubt auch mal eine Hose anzuziehen, aber ich habe hart und unter Dauerprotest ständig um das anziehen einer Hosen kämpfen müssen.
Diese Blöße damals in der Schule war entsetzlich.
Da hieß es dann zu verzeihen, das habe ich auch.
Siegmund Freud sagte : Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig !
Total mein Satz ! Verziehen hab ich. Aber vergessen nicht ganz .





Kommentare:

  1. Schokolädle, ich habe noch einmal beide Einträge in Ruhe gelesen.
    Lebensmitte - was ist die Lebensmitte? Aber der Zeitpunkt ist nicht
    schlecht, hier mal das Leben Revue passieren zu lassen. Es gibt Be-
    gebenheiten, die kann man nicht versessen - aber mit der Zeit wird
    alles anders. Leichter und auch milder.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi

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    1. Ich hab mich einfach entschieden das die Lebensmitte 40 ist :-).Ich hatte einfach das Bedürfnis mich damit auseinander zu setzen.
      Liebe Grüße Magda

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  2. Liebe Magda...
    ich kann Dir nachfühlen. Ich komme aus der Evangelikalen Ecke des Glaubens. Zudem aus einer Region, wo es unter den Gemeinden alles gibt... von absolut gesetzlich und voller Regelwerk (wozu auch Röcke, Rocklänge, jegliche Bekleidung festgelegt etc gibt) bis hin zu absoluter Freiheit ohne Einschränkungen (Kleidung die mehr Fleischbeschau ist als Bekleiden ;-)). Ich war als KInd immer dankbar, dass ich nie mit Rock gehen musste und nur zum Gottesdienst auf Rock und Kleid zugegriffen wurde (weil man dies als besonderen Tag unterscheiden wollte). Für mich waren Röcke und Kleider absolut eine Einengung und Strafe ;-).
    Naja, was mir eigentlich einfällt zu DEinem Beitrag ist, dass irgendwie bestimmt JEDER, der recht religiös/christlich aufgewachsen ist, seine Erinnerungen, Baustellen und Aufarbeitungen hat.
    Und ich merke auch, wieviel man doch wirklich an Verhaltensmustern und Strukturen übernimmt und dann manchmal genauso reagiert wie früher.
    Aber ich mag Deine Art, wie Du darüber schreibst, es aussprichst und auseinandersetzt. Es klingt so bewusst und vor allem befreit und nicht verbittert. Vergebend.
    Ich glaube unsere innere Haltung ist entscheidend, was aus unseren Erfahrungen wird... EGAL welche Erfahrungen es sind/waren.
    Wie schönist es, wenn wir Familie, Geschwister, Freunde haben, wo wir aussprechen und reflektieren dürfen. Aufgefangen und getröstet und ermutigt werden.
    Ich mag Deinen Beitrag wirklich sehr, weil es so echt und ehrlich klingt und man Deine positive Art herausliest!
    DANKE für das teilen!
    Ganz liebe Grüße!
    Tina

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